Lernen

lernenLernen ist nicht gleich lernen. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Begriff? Grundsätzlich könnte man sagen, dass es beim Lernen um die Aufnahme von neuen Informationen geht, die das Gehirn vorher noch nicht kannte. Streng nach der eigentlichen Definition handelt es sich um einen absichtlichen Prozess, bei dem der Erwerb von Fähigkeiten oder Kenntnissen im Vordergrund steht. Man unterscheidet dabei in zwei wesentliche Abschnitte: das implizite und das inzidentelle Lernen, wobei der Prozess der Wissensvermittlung sowohl für ein Individuum als auch kollektiv bestritten werden kann. Als Resultat steht dabei immer die Veränderung von Denken, Fühlen und/oder Verhalten der Lernenden im Mittelpunkt. Es spielt dabei keine entscheidende Rolle, ob der Lernprozess von einem Tier oder einem Mensch vollzogen wird. Für beide Lebewesen ist das Denken ein essentieller Prozess, um sich an Veränderungen im jeweiligen Lebensraum anpassen zu können.

Inzidentelles Lernen

Man könnte diese Form auch als indirektes Lernen bezeichnen, da hier keine direkte oder unmittelbare Lernabsicht im Vordergrund steht. Zum ersten Mal hat John Dewey diese Form ergründet, als er eine Reihe von Experimenten in Chicago durchgeführt hat. In seinem Wirken an der “Laboratory School” fand er heraus, dass das Lernen auch als passiver Prozess und teilweise auch unterbewusst stattfinden kann. Ein gutes Beispiel für das inzidentelle Lernen ist die Recherche mit einer Suchmaschine wie Google. Häufig findet man beim Start seiner Recherche nicht sofort genau das, was man sucht. Dabei muss man eine Vielzahl in Informationen verarbeiten, denn die Ergebnislisten müssen zuerst quergelesen, bzw. inhaltlich grob überflogen werden. Auf diese Weise verarbeitet das Gehirn Informationen, die zum Teil auch abgespeichert und später in einem anderen Zusammenhang auch abgerufen werden können.

Implizites Lernen

Heute würde man es auch als “Gamification” bezeichnen. Beim impliziten Lernen geht es darum, dass Wissen und Kenntnisse unbewusst und auf eine spielerischen Art und Weise vermittelt werden. Ein gutes Beispiel sind hier Kinder, die durch kleine Gruppenspiele in einer Kita oder in der Grundschule soziale Fähigkeiten entwickeln ohne diese ganz bewusst und gesteuert zu lernen. Auf diese Art erlernen junge Menschen auch oft motorische Fähigkeiten und bilden ihre sprachlichen Fähigkeiten aus. Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass auch und manchmal auch gerade wegen des Fehlens des Aufmerksamkeitsfaktors ein Lernen implizit vollzogen werden kann.

Bildungsgerechtigkeit

Egal aus welcher ethnischen oder sozialen Schicht ein Kind oder Jugendlicher stammt: Bildung sollte für alle möglich sein. Der Fachkräftemangel ist das Resultat des demografischen Wandels und nur eine gerechte und leicht zugängliche Bildung kann hier langfristig Abhilfe schaffen.

Digitale Bildung

Die Generation online wird gerade durch die Generation mobile abgelöst. Die klassische Aus- und Weiterbildung sollte zwar nach wie vor ein fester Baustein für Kinder und Jugendliche sein, jedoch ist die digitale Bildung und der verstärkte Einsatz multimedialer Endgeräte in den Klassenräumen und Hörsälen eine immer größere Herausforderung, der sich Lehrer als auch Lernende gleichermaßen stellen müssen.