Gamification

spielerisch-lernenDer Begriff “Gamification” ist vergleichsweise noch ein recht junger und wird häufig im Kontext mit Marketing und Werbung verbunden. Tatsächlich steckt dahinter noch einiges mehr. Grundsätzlich könnte man Gamification auch mit “Spielifizierung” übersetzen, was es im Kern eigentlich schon gut trifft. Es beschreibt praktisch die Vermittlung von Kenntnissen und Wissen durch spielerische Element und motivationssteigernde Maßnahmen wie ein Punktesystem, Ranglisten, Fortschrittsbalken. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass durch Gamification Probanden komplexe und/oder monotone Aufgabenstellungen schneller und effizienter gelöst haben. Auch eine deutlich höhere Motivation und ein gesteigerte Lernerfolg konnte nachgewiesen werden.

Probleme spielerisch lösen

Im Prinzip richtet sich die Gamification an die frühkindliche Bildung, denn auch hier wird durch eine ungezwungene Methode versucht, Wissen spielerisch zu Vermitteln und bei Erfolg eine motivationssteigernde Belohnung zu geben. Es geht bei der “Spielifizierung” darum, spielfremde Prozesse und gezielten Spielmechaniken zu versehen, damit komplexe Probleme besser gelöst werden können. Menschen empfinden gewissen Aufgaben schlicht als langweilig und lösen diese eher widerwillig und eben deswegen auch nicht selten wenig effizient. Durch die Gamification wird der Ansatz verfolgt, dass sich Menschen von Natur her gern an Spielen beteiligen und die daran gestellten Aufgaben wesentlich leichter lösen können, weil sie diese ungezwungen und mit mehr Spaß erfüllen können. Wichtig dabei ist, dass den Menschen suggeriert werden muss, dass sie das Spiel, bzw. die Anwendung zu jeder Zeit beherrschen und diese selbstständig managen können. Durch ein ausgeklügeltes Belohnungs- oder Punktesystem wird die Motivation gesteigert und der Lern- oder Lösungsprozess erleichtert.

Bildungsgerechtigkeit

Egal aus welcher ethnischen oder sozialen Schicht ein Kind oder Jugendlicher stammt: Bildung sollte für alle möglich sein. Der Fachkräftemangel ist das Resultat des demografischen Wandels und nur eine gerechte und leicht zugängliche Bildung kann hier langfristig Abhilfe schaffen.

Digitale Bildung

Die Generation online wird gerade durch die Generation mobile abgelöst. Die klassische Aus- und Weiterbildung sollte zwar nach wie vor ein fester Baustein für Kinder und Jugendliche sein, jedoch ist die digitale Bildung und der verstärkte Einsatz multimedialer Endgeräte in den Klassenräumen und Hörsälen eine immer größere Herausforderung, der sich Lehrer als auch Lernende gleichermaßen stellen müssen.